Marc Langer (1. Vorsitzender)

Foto: Ingo Dietrich

Grußwort des Gay in May Vorstands


Es ist keine einfache Reise: Afrika ist groß, Afrika ist weit, und auf den ersten Blick scheint dies wenig mit dem schwul-lesbischen Kulturleben in Osnabrück zu tun zu haben. Gay in May hat jedoch in den letzten Jahren den Blickwinkel stets erweitert: Bereits 2003 wurde mit Lutz van Dijk ein deutsch-niederländischer Autor mit dem Rosa Courage Preis ausgezeichnet, der seine dritte Heimat Südafrika zum Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht hat. 2013 wurde der Rosa Courage Preis der österreichischen EU-Parlamentarierin Ulrike Lunacek verliehen, 2014 der russischen schwul-lesbischen Menschenrechtsgruppe "Coming out".

In diesem Jahr werden wir quer bzw. queer durch den Kontinent Afrika gehen und nur einzelne Momente und Erfahrungen präsentieren können, die hoffentlich Lust auf mehr machen und tatsächlich ein anderes Bild der Lebenswirklichkeit von LGBTI-Menschen in Afrika und aus Afrika vermitteln. Viele von ihnen leben nämlich hier bei uns, teilweise auch als Asylsuchende auf der Flucht vor Verfolgung: Eine weitere Wirklichkeit, die uns doch sehr nah ist und vor der wir uns nicht versperren dürfen. Lediglich in einigen Staaten wie Côte d'Ivoire, Mali, Gabon, Tschad oder Südafrika ist Homosexualität nicht strafbar. In Mauretanien, Sudan, Somalia und Teilen von Nigeria steht auf gleichgeschlechtlichem Sex die Todesstrafe!

In gewohnter Tradition wird aber Gay in May sich nicht nur diesem Motto widmen, sondern die bewährte Mischung von Vorträgen, Filmen, Lesungen, Partys und Events präsentieren. Dabei helfen uns dankenswerterweise zahlreiche Kooperationspartner_innen. Das Gay in May Team freut sich über weitere Verstärkung und neue Impulse. Ihr dürft uns unterstützen (finanziell oder personell), um weiterhin eine große thematische Vielfalt von Veranstaltungen anbieten zu können!