Aus Seattle kommt die Power-Frau Camille Bloom. Mit ihrem dynamischen Gitarrenspiel, ihrer unglaublich facettenreichen und kraftvollen Stimme und ihren Songs, die gekonnt zwischen Jazz, Pop und Rock changieren, hat sich Camille bereits viele Freund_innen gemacht. Mal leise romantisch, dann wieder begleitet von rockigen Gitarren-Riffs, singt sie musikalische Botschaften, kritisiert die amerikanische Politik der Vergangenheit und der Gegenwart.
Veranstalter: Lagerhalle Osnabrück
Eintritt frei

Mit dem Rosa Courage Preis möchte das Gay in May Team in diesem Jahr ein Frauenpaar aus Namibia – dem Schwerpunktland des Osnabrücker Afrika Festivals 2016 – für ihr Lebenswerk ehren.
Elizabeth Khaxas war noch vor der Unabhängigkeit ihres Landes (1990) Mitbegründerin verschiedener Frauenorganisationen – bereits 1989 gründete sie die Zeitschrift „Sister Namibia“. Liz Frank war in Australien und Deutschland als Lehrerin tätig und kam über die Anti-Apartheid-Bewegung und das „Centre for African Studies – Namibia Project“ der Universität Bremen im Jahr 1990 nach Namibia, um die postkoloniale Bildungsreform zu unterstützen. Sie ist eine Frau der ersten Stunde in der Frauenbewegung und wurde 2003 Leiterin von Sister Namibia. Seit 2010 arbeitet sie als Journalistin und Beraterin zur Frauen- und Genderthematik.
Liz und Elizabeth sind wohl das prominenteste Lesben-Paar in Namibia. Ihr Rechtsstreit um den Aufenthaltsstatus von Liz ist zum Lehrstück heutiger Jurastudent_innen geworden. Obwohl sie ihn gewonnen haben, wurde nie ihre lesbische Beziehung als Grund für die erteilte Aufenthaltserlaubnis genannt, denn das „L-Wort“ sollte wohl vermieden werden. Beide gelten als die Gründerinnen der Lesbenbewegung Namibias, haben aber auch das Womens Leadership Center ins Leben gerufen, das daran arbeitet, einen einheimischen Feminismus in ländlichen Regionen – insbesondere in der Caprivi-Region – zu trainieren. Eine langwierige und sehr herausfordernde Aufgabe, bei der es darum geht, in Gebieten, die stark patriarchal geprägt sind, über Frauenrechte aufzuklären und dazu beizutragen, dass sich das Leben der Frauen in den Dörfern verbessert. Liz und Elizabeth machen diese Arbeit seit vielen Jahren mit sehr positiven Ergebnissen. Bei diesen Aufklärungs- und Trainingskampagnen sind ihre wichtigsten Gesprächspartner neben den Frauen immer die traditionellen Oberhäupter. Wichtiges Mittel dieser Grassroots-Arbeit ist die von ihnen entwickelte Broschüre „Gewalt ist nicht unsere Kultur“, die auf Englisch und in weiteren Landessprachen darüber aufklärt, welche Rechte Frauen in Namibia haben und dass bestimmte kulturelle oder sexuelle Praktiken für Frauen schmerzhaft und riskant sind.
Gespräche helfen: es ist durch die Dialoge gelungen, die Propagierung der schmerzhaften Praktiken einzudämmen. Im Anschluss an eine gemeinsame Diskussion haben sich die traditionellen Führer nie mehr öffentlich wieder dafür eingesetzt. Diese Art der geduldigen und kultursensiblen Aufklärung ist langfristig erfolgreich gegen Praktiken des „Customary Law“ (Stammesrecht/Gewohnheitsrecht), die große Gesundheitsrisiken für Frauen bergen. In manchen ländlichen Regionen Namibias sind mehr als 50 % der Frauen HIV-positiv, Liz spricht von einem „femicide through apathy“.
Die Laudatio hält an diesem Abend der Autor und Pädagoge Lutz van Dijk, der in Südafrika lebt und bereits im Jahr 2004 den Rosa Courage Preis erhalten hat. Musikalisch untermalt wird die Preisverleihung von Brice Wilfried Sea aus Cote d’Ivoire, der zum Jazz-Studium nach Deutschland kam und seit anderthalb Jahren in Osnabrück lebt.
Veranstalter: Gay in May e.V.
Gefördert aus Mitteln des Landes Niedersachsen in Kooperation mit dem Queeren Netzwerk Niedersachsen
Eintritt frei
In einem alten herrschaftlichen Haus irgendwo in Europa leben die Insektenforscherinnen Evelyn und Cynthia. Ihre Tage laufen immer nach dem gleichen Muster ab: Die strenge Cynthia widmet sich ihrer wissenschaftlichen Arbeit, während Evelyn zu entwürdigenden Tätigkeiten abkommandiert wird. Bald wird klar, dass es sich dabei um das alltägliche erotische Ritual eines Liebespaars handelt. Niemand stört sie in ihrer idyllischen ländlichen Abgeschiedenheit, in der ihre einzigen sozialen Kontakte regelmäßige Vorträge über Schmetterlinge und Grillen vor weiblichem Publikum sind. Doch im Laufe des Herbsts verändert sich das Machtverhältnis zwischen den beiden Frauen und ihre Rollenspiele nehmen die Züge eines subtilen Psychothrillers an. Eines Tages hält sich Cynthia nicht mehr an das verabredete Codewort …
Der britische Filmemacher Peter Strickland wurde 2012 mit seinem hintergründigen Horrorfilm „Berberian Sound Studio“ zu einem Star des europäischen Arthouse-Kinos. Wie sein Vorgänger entwickelt auch „Duke of Burgundy“ seine sinnliche Faszination vor allem über die Geräusche: das Knarzen der Lederstiefel, das elektrische Knistern der Kleider und Strümpfe, die Geräusche nachtaktiver Insekten. Eine große filmische Fantasie mit subtilen surrealistischen Details, eine Verbeugung vor dem Kino von Jess Franco und Luis Buñuel, eingebettet in malerische Naturaufnahmen, Herbstlicht und 70er-Jahre-Musik.
Ein Film von Peter Strickland mit Sidse Babett Knudsen, Chiara D’Anna u.a.
UK 2014, 106 Minuten, englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Veranstalter: Lagerhalle Osnabrück
Eintritt: 6€ (erm. 5€) jeweils inkl. Kultur-Euro

Proaktiv für die Menschenrechte von Lesben und Trans* in Subsahara-Afrika
Masakhane ist ein Zulu Wort und bedeutet „Lasst uns gemeinsam stärker werden.“ Zugleich ist es der Name des größten, staatlich geförderten Projekts des BMZ zur Stärkung der Menschenrechte von LGTBI. Es startete 2014 und ist auf 3 Jahre angelegt. Beteiligt sind die Coalition of African Lesbians (CAL), der LSVD und filia – die Frauenstiftung sowie 8 Organisationen aus Botswana, Namibia, Simbabwe und Sambia.
Zur Referentin:
Uta Schwenke (LSVD-Bundesvorstand), die gemeinsam mit Sonja Schelper von filia das Masakhane-Projekt leitet, gibt Einblicke in die Projektarbeit und berichtet aktuell von Herausforderungen und Erfolgen dieser wichtigen Menschenrechtsarbeit im südlichen Afrika.
Veranstalter: LSVD Niedersachsen-Bremen e.V.
Eintritt frei
Das beliebte Doppelkopfturnier im Confusion findet in diesem Jahr wieder unter der Spielleitung von Silvio statt. Friedel vom ehemaligen „Cafe M“ backt leckere Torten und es winken attraktive Preise. Ein schöner Nachmittag sollte garantiert sein!
Anmeldungen bitte direkt im Confusion (Tel. 0541-3504488) oder unter info@confusion-online.eu / www.confusion-online.eu
Veranstalter: Confusion
Startgebühr: 10 € (wird vollständig als Gewinn ausgeschüttet)
Koch-Event bei Miele Kerber
Wir treffen uns am Samstag, 28. Mai um 13 Uhr am Löwenpudel vom Domhof vor dem Osnabrücker Dom St. Petrus. Für die notwendigen Zutaten gehen wir gleich nebenan über den Wochenmarkt, um unseren Appetit an den vielen dargebotenen Köstlichkeiten und Düften von frischem Obst und Gemüse anzuregen.
Unter fachkundiger Anleitung von Juha und Roland bereiten wir die Speisen in der Küche von Miele Kerber zu. Leckere Vorspeisen aus der beninischen Küche ergänzen unseren Gaumengenuss zum Hauptgericht, das aus Spargel bestehen wird. Ein frühlingshaft erfrischender Nachtisch rundet unseren Genuss ab.
Personen die gerne vegetarisch essen möchten oder andere Wünsche haben (z.B. wegen Nahrungsmittelallergien), teilen dies bitte bei der Anmeldung mit.
Veranstalter: Gay in May e.V. / Miele Kerber
Kostenbeitrag: 25 €
Anmeldung unter info@gayinmay.de bis Mittwoch, 18.05.2016

Vom 27. Mai bis zum 26. Juni 2016 findet in Osnabrück das 10. Afrika Festival statt, das sich zum Ziel gesetzt hat, ein anderes und differenziertes Bild vom afrikanischen Kontinent, seinen Menschen, Kulturen und Regionen zu vermitteln. Das vielfältige Veranstaltungsprogramm bietet von Literatur, Vorträgen, Tanz- und Theateraufführungen bis hin zu interkulturellen Schulprojekten und Workshops auch ein umfangreiches Filmprogramm sowie Ausstellungen an verschiedenen Orten in Osnabrück.
Mit dem Festivalwochenende am 11. und 12. Juni, bestehend aus einem Afrikanischen Markt vor dem Theater und Dom, einem Open-Air-Konzert und einem Gottesdienst auf dem Marktplatz setzt das Festival einen ganz besonderen Höhepunkt.
Mit dem südafrikanischen Menschenrechtsaktivisten und langjährigen Wegbegleiter Nelson Mandelas, Prof. Dr. Denis Goldberg, hat das Festival einen Schirmherrn gefunden, der in Vorträgen und Diskussionen über die aktuellen Entwicklungen der „Rainbow Nation“ berichten wird. Zu Ehren Nelson Mandelas wird der Platz vor der neuen Bibliothek der Universität und Hochschule auf dem Campus Westerberg feierlich in „Nelson-Mandela-Platz“ eingeweiht. Unter dem Motto „Queer durch Afrika“ kooperiert das Festival eng mit der Veranstaltungsreihe „Gay in May“, wobei ein Höhepunkt am 1. Juni die Verleihung des „Rosa-Courage-Preises“ an Aktivistinnen aus Namibia im Osnabrücker Rathaus sein wird.
Namibia ist zugleich ein regionaler Schwerpunkt: das Theater Osnabrück zeigt im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit dem College of the Arts in Windhoek ein Stück mit dem Titel „Oshi-Deutsch – die DDR-Kinder von Namibia“.
Informationen sind beim Büro für Friedenskultur unter der Telefonnummer 0541 323-3210, per Email afrika@osnabrueck.de oder unter www.osnabrueck.de/afrika erhältlich.
Veranstalter: Stadt Osnabrück, Büro für Friedenskultur
Eugenie steht für viele Flüchtlinge mit ähnlichen und doch immer ganz persönlichen Schicksalen. Die Grundzüge ihrer Geschichte sind einem realen „Fall“ (amnesty international) entliehen.
Eugenie lebt im Senegal, sie liebt eine Frau, mit der sie eine heimliche Beziehung führt, da im Senegal Homosexualität unter Strafe steht.
Als ihre Eltern sie mit einem älteren Mann verheiraten wollen und Eugenie sich weigert, erfährt ihre Familie von ihrem Lesbischsein. Eugenie gelingt es, trotz Drohungen und Schlägen den Namen ihrer Partnerin zu verschweigen. Sie erhält Morddrohungen aus ihrem bisherigen Freundeskreis und beschließt aus Angst vor tätlichen Angriffen und Strafverfolgung, die Jahre im Gefängnis bedeuten kann, den Senegal zu verlassen. Eugenie flieht nach Deutschland, wo sie Schutz und Hilfe erhofft und um Asyl bittet. Sie erlebt das übliche Asylverfahren: Anhörung, Unterbringung in einer heruntergekommenen Sammelunterkunft, Residenzpflicht, schlechte Lebensbedingungen aufgrund des Asylbewerberleistungsgesetzes und schließlich die langersehnte Entscheidung über ihren Antrag, die ihr Leben für immer verändern wird. Eugenie trifft verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Flüchtlingsschicksalen, erfährt Langeweile, Hoffnungslosigkeit und Perspektivlosigkeit während des Wartens auf eine Entscheidung. In der nicht endenden Zeit des Wartens auf eine Entscheidung wendet sich das Blatt: mit einem Mal sieht sie sich in der Situation, dass sie eine ganz eigene Entscheidung treffen muss …
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Veranstalter: Gay in May e.V.
Eintritt frei
(Kleines afrikanisches Buffet ab 19:00 Uhr)
